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GARIBALDI UND DIE "BRAGOZZI" VON CHIOGGIA

“… Es war der Abend des 1. August 1849 als Garibaldi, in Cesenatico mit seinen 300 Freiwilligern angekommen, traf die Entscheidung in See zu stechen. Zu diesem Zweck ließ er 12 "bragozzi" und eine "tartana" (typische Wasserfahrzeuge dieser Region) mit Fischern aus Chioggia, die sich in jenem Hafen befanden, beschlagnahmen, um sich von einem Gewitter zu schützen. Die Fischer waren alle auf dem Deck, als der General sie aus ihren Liegeplätzen werfen ließ, mit dem Befehl sofort aufs offene Meer hinauszufahren um Venedig zu erreichen. Am Anfang gab es natürlich eine Ablehnung von der Seite dieser Fischer, denn erstens war es nicht einfach mit jenen von den Österreichern gehetzten Flüchtlingen mitzuarbeiten und die Boote, die Alles für sie bedeuteten, in Gefahr zu bringen; und dazu bei jener Wetterlage.Garibaldi klärte jeden Zweifel mit einer Art Beschlagnahmung der Wasserfahrzeuge. Die "bragozzi" wurden bis zur Mündung des Hafenkanals geschoben, aber die Ausfahrt erwies sich als unmöglich wegen der widrigen Strömung. Der Mut der Verzweiflung, um jeden Preis entfliehen zu müssen, zwang sie stundenlang alles zu versuchen, um auf das offene Meer hinaufzufahren; am Ende brachte man einen Anker hinaus, von dem die gezogenen Boote den Weg zum Meer wieder bekamen. Es war der Morgen des 2. August.Kurs. Als die Österreicher sie sahen, fangen sie sofort an Kanonen abzufeuern. Die Männer von Garibaldi versuchten dann in eine Einbuchtung des Deltaflußes zu flüchten, dank der Ausnützung des flachen Bodens ihrer Wasserfahrzeuge. Die Feinde beschränkten sich am Anfang auf die Überwachung des Ausgans, danach, vorsichtig, erreichten sie die Küste mit den Beibooten und verfolgten die Flüchtlingen auf den inneren Kanälen.

Garibaldi geling es nach Süden zu verschwinden bis zu Magnavacca (heute Porto Garibaldi) und dann in den Pinienwald von

Ravenna, wo Anita starb. Die Gefangnahme wurde aber groß: Ma la cattura fu massiccia: sieben "bragozzi" und die "tartana" mit 162 Gefangenen. Das “Furioso” und ein weiteres "bragozzo" wurden auf dem Strand von Magnavacca gefunden: sie wurden von den Österreichern verbrannt und die Fischer selbst mussten in das Land flüchten. Später ein Offizierer von Garibaldi, Domenico Piva, beschuldigte die Fischer von Chioggia der Feigheit. Garibaldi hatte mehr verständnis für ihre Lage. Und fand den Weg, sie zu verteidigen und sich öffentlich zu bedanken. Trotz der gezwungenen Beschlagnahmung erkannte er ihre wirksame Hilfe. Jene, die das "bragozzo" verloren hatten, mussten alles selber zahlen. 1888 Garibaldi geling es von Crispi eine Rente zu bekommen nur für die Überlebenden seiner Rettung.”

Text aus dem Buch
Sergio Ravagnan’s
STORIA POPOLARE DI CHIOGGIA
Dalle origini ai giorni nostri




Bragozzo



Bragozzo da vicino



Bragozzo



Bragozzo